30. Januar 2014

Wiener Schnecke – ein Besuch am Gugumuck Hof

gebacken und eingelegt

Wie versprochen, stellen wir an dieser Stelle über die nächsten Wochen unsere neue Speisekarte, sowie einige unserer Lieferanten genauer vor.

Wir starten mit der Wiener Schnecke – gebacken und eingelegt.

Los? Los! Langsam! Ist ja Slow Food.

Am Gugumuck-Hof, der Heimat der Wiener Schnecke fühlt man sich sofort wohl. Ein feines Stück Land, dass Andreas Gugumuck hier bewirtschaftet – er ist dort selbst aufgewachsen, der Hof ist seit bald 300 Jahren in Familienbesitz.

Wir haben eine rechte Hetz.

Nach kurzer Führung über Acker und Hof, hocken wir uns gleich ins Haus, trinken einen Kaffee und plaudern über .. Müssiggang eigentlich.  Feines Thema.

Die Idee zur Schneckenzucht ist Andreas nämlich in eben so einem müssigen Moment gekommen. Wo heut ein herrlicher Garten wuchert, war „früher mal eine ordentliche Gstettn“. Und da ist er gelegen. In der Sonne. Und hat den Blick schweifen lassen.

Und dann ein Geistesblitz. Und fertig. Er hat’s einfach ausprobiert. Ist autodidaktisch zum Schneckenzüchter geworden. Und führt so eine Altwiener Tradition grandios ins (nimmer ganz so) neue Jahrtausend.

Wien verfügt nämlich seit den Römern über stark kalkhaltige Böden. Dort wächst der Wein besonders gut. Und wer mags noch? Die Weinbergschnecke.

Im 19 Jahrhundert war die Schnecke wegen ihrer aphrodisierenden Wirkung schwer in Mode, was wir natürlich köstlich finden.

Und da sich in nahezu allen traditionellen Österreichischen Kochbüchern Schneckenrezepte befinden, befinden wir, dass sie jetzt auch endlich bei uns auf den Teller gehört.

Wir wünschen Guten Appetit.

 

(Wen das Thema Müssiggang interessiert, dem sei das grandiose „Autopilot“ von Andrew Smart – erschienen bei O/R Books – wärmstens empfohlen).

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